Rechtsradikaler Terror in Hessen

Die Wanderausstellung des DGB Bildungswerks und des DGB Kreisvorstands Hessen sowie zahlreicher Demokratie-Initiativen war auch in Gonterskirchen ein Wochenende lang zu sehen. Raphael Manninger vom Evangelischen Dekanat Gießener Land organisierte zusammen mit der AG Kultur den Aufbau der Ausstellung und die PR.

Jahrelange professionelle Recherchen geben Einblicke in die Gewalttaten rechtsradikaler Terrornetze

Die Jahre 2019 und 2020 stellen einen traurigen Höhepunkt in der Geschichte rechter Gewalt in Hessen dar. Mit dem Mord am Kassler Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke und dem Attentat von Hanau sind innerhalt kürzester Zeit elf Menschen kaltblütig aus ihrem Leben gerissen worden. In Wächtersbach und Kassel sind im gleichen Zeitraum zwei Personen bei brutalen Angriffen nur knapp mit ihrem Leben davongekommen. Es sind nur die drastischsten Beispiele der jüngeren Jahre, die überdeutlich gezeigt haben: Rechter Terror kann sich auch in Hessen jederzeit Bahn brechen.

 

Bildquelle:https://unsichtbarer-terror.de/giessen-wetzlar/

Geschichten in Pixeln erzählt

Zwei Leitlinien für die Auswahl der in der Ausstellung vorgestellten Verbrechen nannte Sascha Schmidt, einer der Buchautoren und Ausstellungsmacher Sascha Schmidt nannte als Leitmotive der Ausstellung die örtliche Nähe der Attentate zu den Ausstellungsorten und die seit Jahrzehnten bestehende Kontinuität der rechten Verbrechen - nicht nur hier in Hessen, aber eben auch in Hessen.
Allein aus Hessen speist sich ein umfangreiches von ihm und ... geschriebenes Werk "..." mit hunderten von dokumentierten Anschlägen. 31 davon wurden auf Roll-Ups in Gonterskirchen vorgestellt.

Jedes Plakat zeigte Bilder des Verbrechensortes und summierte Informatioen zur polizeilichen und gerichtlichen Ahndung und Aufarbeitung der Tat. Erschreckende Erkenntnis für die Ausstellungsbesucher: Nur sehr wenige der Taten wurden von der Justiz als rechte Gewalt klassifiziert, obwohl der Fakt doch absolut auf der Hand liegt und durch fachkundige Recherchen bewiesen ist. Und auch dafür brauchten sie dann Jahre, manchmal Jahrzehnte.

Geschichten in Pixeln erzählt

erläuterte die Entstehung und Inhalte der Ausstellung bei der gut besuchten Eröffnung am 12.06.2026 in der Alten Schule in Gonterskirchen.
 mit Auch der bekannte Anwalt ... gab Auskunft zu seinen Erfahrungen bei der Verteidigung von Opfern rechtsradikalen Terrors und den Hinterbliebenen.